Tierhomöopathie in Berlin und Brandenburg


Catrin Ebbert

Klassische Homöopathie für Tiere

Die Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann begründet. Sie ist eine 200 Jahre alte Erfahrungsmedizin. Im Gegensatz zur Schulmedizin behandelt die Homöopathie nicht die Symptomatik der erkrankten Organe des Patienten im einzelnen, sondern das Individuum als Ganzes. Die klassische Homöopathie ist eine sanfte, nachhaltige Heilmethode, die im Allgemeinen keiner Ergänzung durch andere Heilverfahren bedarf.

Zu Grunde liegt dabei der Gedanke, dass Krankheiten grundsätzlich auf eine Verstimmung der Lebenskraft zurückzuführen sind, die bei jedem Individuum auf ganz eigene Weise stattfindet. So steckt sich beispielsweise bei einem Infekt nicht jeder, der mit dem Infizierten Kontakt hatte, gleichermaßen an und auch die Symptome sind bei einem Schnupfen bei jedem in ihrer Ausprägung anders.

Hahnemann folgte mit seinen Behandlungen dem Ähnlichkeitsprinzip, das bereits Hippokrates in der Antike entdeckte. Es besagt, dass, wenn man dem erkrankten Organismus einen der Krankheit ähnlichen Reiz zuführt, dadurch im Organismus eine Heilreaktion provoziert wird. Er kam zu der Erkenntnis, dass zum Heilen dasjenige Medikament zu wählen ist, das im gesunden Organismus genau die Symptome erzeugt, an denen der Patient leidet. Durch das Verdünnen der meist giftigen Mittel konnte sich Hahnemann dieses Prinzip zu Nutze machen, ohne, dass er seine Patienten schädigte. Er, seine Zeitgenossen und nachfolgende Homöopathen listeten sämtliche Symptome in sog. Repertorien auf und schrieben Arzneimittellehren über die Wirkung der homöopathischen Medikamente.

Hahnemann testete zahlreiche Substanzen meist pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs auf ihre Wirkung auf Menschen, viele davon an sich selbst. Durch die Potenzierung nahm er den Substanzen die arzneiliche (z.B. giftige) Wirkung und arbeitete fortan nur noch mit den feinstofflichen Informationen der Substanzen.

Von damals an bis zum heutigen Tage wurden und werden homöopathische Medikamente in Arzneimittelstudien getestet, so dass uns heute zahlreiche homöopathische Medikamente zur Verfügung stehen.

Tierhomöopathie oder besser Homöopathie für Tiere

Da Hahnemann selbst Humanmediziner war, wurde die Homöopathie auf menschliche Symptomatik zugeschnitten. Es ist einer Reihe von engagierten Homöopathen zu verdanken, dass es die Tierhomöopathie in der heutigen Form gibt und Tierhomöopathen von verschiedenen Instituten und Lehrern ausgebildet werden.

Tierhomöopathie unterscheidet sich in einigen wichtigen Punkten von der Anwendung am Menschen. Das liegt vor allem daran, dass Tiere ihre Symptome nicht selbst beschreiben und auch Schmerzen nicht lokalisieren können. Schmerzqualitäten (z.B. brennender Schmerz, drückender Schmerz, stechender Schmerz etc.), die beim Menschen in der Anamnese eine wichtige Rolle spielen, können in der Tierhomöopathie gar nicht erst hinzugezogen werden. Manche in den Repertorien verzeichneten Symptome können gut aus der menschlichen Homöopathie in die Tierhomöopathie übertragen werden (z.B. Gemütssymptome wie Ängste), andere jedoch nicht. So ist ein Verlangen nach Milch beim Menschen ein Symptom, nicht jedoch bei einer Katze. Ein genaues und neutrales Beobachten gehört daher zum wichtigsten Handwerkszeug des Tierhomöopathen.

Grundsätzlich sprechen Tiere sehr gut auf Homöopathie an, vorausgesetzt, sie wird fachgerecht angewandt und das Mittel ist gut gewählt. Zur Anwendung kommt Tierhomöopathie bei Tieren mit akuten und chronischen Erkrankungen.

Meine Aufgabe als Tierhomöopathin

Bei einem Erstbesuch werde ich zunächst eine ausführliche Anamnese machen. Rechnen Sie mit einem Zeitaufwand von etwa 1,5 bis 2 Stunden. Hierbei erfrage ich detailliert die Krankheitssymptome, Vorerkrankungen, bisherige Therapien sowie Lebensgewohnheiten und Charaktereigenschaften Ihres Tieres.

Meine eigentliche Arbeit als Tierhomöopathin beginnt jedoch erst jetzt, mit der Repertorisation: Die Suche nach dem passenden Mittel. Dazu wird die Anamnese ausgewertet, die Symptome hierarchisiert und mit den Eigenschaften der in Frage kommenden homöopathischen Medikamente abgeglichen. Zuletzt wird das Mittel gewählt, dessen Eigenschaften am besten dem Gesamtbild des erkrankten Individuums entsprechen.

Wie Sie zur Heilung beitragen können

Bei der homöopathischen Behandlung ist Ihre Mitarbeit gefragt. Beobachten Sie Ihr Tier vor und nach der Mittelgabe. Versuchen Sie die Symptome möglichst genau und objektiv zu beschreiben. In manchen Fällen ist es hilfreich, den Heilungsverlauf zu protokollieren. Dieser gibt dem Tierheilpraktiker wichtige Hinweise für eine eventuelle Weiterbehandlung.

Die Heilreaktion kann sehr schnell einsetzen, binnen weniger Tage, Stunden oder Minuten, abhängig von der Erkrankung, der Lebenskraft des Patienten und den Eigenschaften des gewählten Mittels. Bei chronischen Erkrankungen dauert die Heilung länger und erfordert immer eine kontinuierliche Weiterbehandlung. Bitte halten Sie sich an die Anweisungen für die Behandlung und halten Sie den Kontakt zu mir wie vereinbart.

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